Umweltschule

Pressemitteilung vom 26.11.2010
Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister und Kultusstaatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann haben die Auszeichnung „Umweltschule 2010 – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ an 64 südhessische Schulen verliehen. „Die Schüler haben durch ihre Teilnahme am Programm gezeigt, dass sie ihre Schule nicht nur als reinen Ort der Wissensvermittlung ansehen, sondern als eine Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen und sich für Werte einzusetzen“, so die Staatssekretäre in der Grundschule Riedberg in Frankfurt am Main.

„Umweltschule – Lernen und Handeln für unsere Zukunft“ ist eine Auszeichnung, die vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und vom Hessischen Kultusministerium jährlich für das besondere Engagement einer Schule im Bereich Umwelterziehung und ökologische Bildung vergeben wird. Gewürdigt wird die Verbesserung der Qualität von Unterricht und Schulleben im Sinne der nachhaltigen Entwicklung. „Das Konzept der Umweltschulen zielt nicht auf kurzfristige Effekte, sondern ist ganz bewusst nachhaltig angelegt“, betonte Mark Weinmeister. Schritt für Schritt, Schuljahr für Schuljahr könnten Umweltprojekte entwickelt und erweitert werden. „Die Jahrgänge können auf den Ideen und den Arbeiten der vorangegangen Jahrgänge aufbauen und prägen so den Charakter ihrer Schule kontinuierlich mit“, sagte Staatssekretär Brockmann in Frankfurt. In diesem Jahr werden insgesamt 124 Schulen ausgezeichnet. Bereits im Oktober wurden 60 nordhessische Schulen ausgezeichnet.

Die jährliche Ausschreibung ermöglicht jeder Schule, konkrete Ziele anzugehen und dabei gleichzeitig Strukturen im Schulalltag aufzubauen, die das Engagement auch langfristig steuern und stützen können. Die gastgebende Schule wird zum 3. Mal als Umweltschule ausgezeichnet. Sie ist eine der ersten Schulen in Passivhausbauweise. An Umweltbildungsinitiativen und Nachhaltigkeitsmaßnahmen sind Untersuchungen und Präsentationen zur Biodiversität am „Alten Flugplatz Bonames“, Erforschung und Betreuung einer Streuobstwiese, ein überdimensionaler Adventskalender mit Energiespartipps und eine Projektwoche „Wir bauen uns ein Passivhaus“ zu nennen.

Unterstützt werden die Schulen in diesem Prozess vom Beratungsnetzwerk der hessischen Umweltbildungszentren unter der Koordination der Naturschutz-Akademie Hessen (NAH) in Wetzlar. Eine enge Verbindung besteht außerdem zum Programm „Schule & Gesundheit“ des Hessischen Kultusministeriums und den Fachberatern in den Staatlichen Schulämtern.